Neues Geschäftsfeld Gründungsberatung: Die Stufen der digitalen Transformation in der Beratung

Neues Geschäftsfeld Gründungsberatung: Die Stufen der digitalen Transformation in der Beratung

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Im Zuge der Digitalisierung werden einige Branchen, Arbeits- und Gütermärkte starke Einbrüche erleben, andere Branchen, wie bspw. die IT-Branche, einen eklatanten Aufschwung verzeichnen. Und auch die Arbeit selbst, die Art und Weise wie wir mit Hilfe von Cloud-Systemen und digitalen Plattformen arbeiten werden, wird sich grundlegend verändern. Für die Gründungsberatung hat dies zur Folge, dass Berater und Beraterinnen einerseits mit zunehmend digital sozialisierten Gründern umzugehen haben und andererseits die Beratung selbst zunehmend digital wird.

Jede fünfte Gründung bereits digital

Digitale Technologien und Prozesse sind inzwischen ein wesentlicher Faktor bei Geschäftsideen, Geschäftskonzepten und ihrer Umsetzung. Dies bezieht sich sowohl auf das Produkt und die Dienstleistung selbst als auch auf den Vertrieb der Produkte und Services. Apps, digitale Services und Plattformen können einmal entwickelt, teilweise unbegrenzt repliziert und verkauft werden – vielleicht sogar weltweit. Die Skalierbarkeit ist hoch. Unkomplizierte Online-Vertriebs- und Verkaufsprozesse befördern den schnellen Unternehmenserfolg.

Diese Art zu arbeiten, Projekte einfach digital umzusetzen, erwarten Gründer und Jungunternehmer auch von ihren Geschäftspartnern, ob es das Online-Banking betrifft, den digitalen Abschluss von Verträgen o. ä. So ist prinzipiell festzustellen, dass Gründerinnen und Gründer, junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit digitalen Prozessen vertraut sind – und diese sowohl in der Gründungsberatung als auch in der Unternehmensbegleitung erwarten.

Vom PDF zum Ökosystem

Die digitale Transformation hält aktuell auch im Markt der Gründungsberatung und Begleitung von Jungunternehmen Einzug. Die Veränderung reicht von der einfachen Digitalisierung von Formularen, (Stufe 1) über den Aufbau einer einfachen Plattform (Stufe 2), bis zur Entwicklung eines eigenen Ökosystems (Stufe 3).

Stufe 1:

Die erste Stufe beginnt mit der Digitalisierung von Formularen. Gründer und Jungunternehmer füllen – meist ohne externe Unterstützung – einfache digitale Tools aus wie Versicherungsrechner, Finanzplanungsrechner oder auch Canvas-Modelle zur Produktpositionierung oder Konkurrenzanalyse aus. Dies ist für Gründerinnen und Gründer ein erster Schritt sich mit ihrer Gründungsidee auseinanderzusetzen. Die Tools ersetzen in keinem Fall eine profunde, kompetente Beratung.

Beispiele:

Eine Auswahl von Online-Angeboten mit einfachen, in der Regel kostenfreien Tools für Gründer:

http://www.existenzgruender.de/DE/Planer-Hilfen/BMWi-Businessplan-plus-App/inhalt.html

https://www.fuer-gruender.de/businessplan-vorlage/

https://deutschland.gruendungswerkstatt-deutschland.de

Stufe 2:

In der zweiten Stufe der Digitalisierung bieten Websites teilweise bereichsbezogene Lösungen an. Im einfachen Fall heißt das, dass eine Plattform die Beteiligten eines Gründungsprozesses präsentiert und verlinkt. So liefern die Plattformen Informationen und erste Hinweise mit Versicherungs- und Finanzierungsangeboten sowie Listen mit potenziellen Beratern.

Teilweise gibt es bereits ein einfaches Rollen- und Rechtemanagement, so dass Teamgründer oder Einzelgründer und Berater zusammen auf die Tools zugreifen können.

Beispiele:

Eine Auswahl von Online-Angeboten mit einfachen, in der Regel kostenfreien Tools für Gründer:

https://www.fuer-gruender.de/

https://www.starting-up.de/

http://www.existenzgruender.de/

https://www.datev.de/web/de/top-themen/unternehmer/weitere-themen/loesungen-fuer-existenzgruender/?stat_Mparam=int_url_datev_existenzgruender

Stufe 3:

In der dritten Stufe sprechen wir von einem Ökosystem, das prozessbezogene Lösungen anbietet und die beteiligten Partner durchgängig integriert. Die Beratung – vom Concept- bis zum Business-Planning – erfolgt über eine Plattform auf der alle wesentlichen Informationen und Dokumente in einer Cloud revisionssicher und datenschutzkonform abgespeichert sind. Der standardisierte und automatisierte Datenaustausch mit Versicherungs- und Finanzierungspartnern reduziert Verwaltungsaufgaben, spart Zeit und minimiert die Fehlerquote.

Die Angebote der Partner sind auf die Bedürfnisse der Mandanten zugeschnitten. Damit lässt sich die durchschnittliche Gründungsdauer von sechs bis neun Monaten – von der Konzeptentwicklung zur Finanzierung und Umsetzung – häufig auf wenige Wochen reduzieren.

Idealerweise ist der Steuerberater von Anfang an in die Prozesse einbezogen. Er übernimmt die Rolle des Moderators, stößt Prozesse an und profiliert sich – unterstützt von integrierten Tools und Auswertungen – in der betriebswirtschaftlichen Beratung. Die Begleitung in die Start- und Wachstumsphase wird innerhalb des Ökosystems ohne Medienbruch und Informationsverlust fortgeführt.

Beispiel:

Ein digitales Ökosystem für Gründer und Jungunternehmer, in der Steuerberater, Finanz- und Versicherungspartner sowie weitere Partner digital integriert ist www.smartaxxess.de.

Fazit

In den vergangenen Jahren haben digitale Ökosysteme ganze Branchen verändert. Sie entwickeln sich aus „smarten“ Plattformen und brechen über Jahrzehnte gewachsene Wertschöpfungsketten auf. Partner profizierten von der Effizienz der Prozesse, reduzieren Kosten und können neue Märkte einfach erschließen.


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