Betriebswirtschaftliche Beratung: Mit neuem Förderprogramm den "Turbo" zünden... (?)

Betriebswirtschaftliche Beratung: Mit neuem Förderprogramm den "Turbo" zünden... (?)

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Die Digitalisierung wird auch das Geschäftsmodell der Steuerberater verändern. Eine große Rolle werden auch neue Dienstleistungen und Beratungsfelder spielen.

Aber auch die „Altbekannten“ bieten uns Steuerberatern bereits viel Potenzial – wenn sie vernünftig genutzt werden.

Die Bundessteuerberaterkammer forderte uns mit der Studie „Steuerberatung 2020“ bereits 2014 zum Handeln auf, um unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern. Und eines der aufgezeigten zentralen Handlungsfelder war: Die betriebswirtschaftliche Beratung der Mandanten!

Und da sich nach meiner Erfahrung viele Mandanten die steuerrechtliche und betriebswirtschaftliche Beratung „aus einer Hand“ wünschen, bietet sich Steuerberatern hier eine große Chance!

Einwände und Anforderungen

Aber immer wieder werden von Steuerberater-Kollegen Bedenken vorgetragen. Besonders häufig höre ich dies:

„…und meine Mandanten sagen: Mein Berater hat doch schon alle Daten, Betriebswirtschaft darf doch dann nichts extra kosten …“

In der Tat: Wer arbeitet schon gerne umsonst?

Nicht vergessen: Mit einem solchen Angebot bewegen Sie sich in der „freien Marktwirtschaft“: Hier müssen Sie Ihren Mandanten vom Nutzen überzeugen!

Die betriebswirtschaftliche Beratung darf dann z. B. nicht mehr nur „on demand“ erfolgen, soll heißen: Nicht nur dann, wenn der Mandant sich mit einem „betriebswirtschaftlichen“ Problem meldet, das es zu lösen gilt. Vielmehr sollte das Ziel sein, eine unterjährige laufende Begleitung der Mandanten im Unternehmensalltag zu bieten.

Eine gute Basis bleibt nach wie vor die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA): Bereits mit einigen sinnvollen Ergänzungen und einer “schlanken” Excel-Auswertung erhöhen Sie ihren Informationswert bereits deutlich.

Und warum kann sich Ihr Mandant seine monatlichen Daten – von Ihnen mit einer kurzen Kommentierung versehen – nicht direkt selbst auf dem Server der Kanzlei abholen?

Das Förderprogramm “Unternehmensberatung” als Zündfunke…. (?)

Eine „passende Verkaufshilfe“ zu Ihrer Dienstleistung bietet seit kurzem das Förderprogramm “Unternehmensberatung” des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Hier gelten auch Steuerberater als „förderfähige Berater“: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bestätigte dies noch einmal ausdrücklich auf Anfrage des deutschen Steuerberaterverbandes.

Durch das Programm werden z. B. Beratungen für Unternehmen aus den neuen Bundesländern, die noch nicht länger als 2 Jahre am Markt sind, mit 80 % bzw. maximal 3.200 € bezuschusst (alte Bundesländer 50 % und 2.500 €).

Und für Unternehmen, die „in Schwierigkeiten“ geraten sind, wird bundesweit eine Förderung von 90 % bzw. höchstens 2.700 € gewährt.

Als Vorbedingung für die Förderung der Beratung muss der Berater einen Qualitätsnachweis erbringen, mit dem er die Planung, Durchführung, Überprüfung und Umsetzung der Arbeits- und Organisationsabläufe aufzeigt. Mit anderen Worten: „ein Qualitäts-Management-System muss nachgewiesen werden“.

Holen Sie sich Unterstützung

Nicht zuletzt deshalb mein Tipp: Arbeiten Sie mit Förderungsberatern zusammen! Denn das Thema „Förderung“ ist ständig in Bewegung – und sich auf dem Laufenden zu halten recht aufwändig.

Und dann haben Sie zusätzlich die Chance, gleich auf zwei Feldern zu punkten: Nämlich in dem Bereich der förderungsfähigen betriebswirtschaftlichen Beratung Ihres Mandanten und der Beratung bei allen anderen Förderprogrammen, die für Ihre Mandanten ebenfalls infrage kommen.

Letztlich bedeutet das dann Nutzen für alle: Für Ihre Mandanten, für Sie als Steuerberater und den Fördermittelberater.

 

Weitere Informationen:

Förderprogramm “Unternehmensberatung” des BAFA: http://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.html


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