eMotion Marketing – Wie Sie Videos gezielt im Online-Marketing einsetzen

eMotion Marketing – Wie Sie Videos gezielt im Online-Marketing einsetzen

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Videos sind ein hervorragendes Instrument, um im Web auf die Kanzlei und das vorhandene Expertenwissen aufmerksam zu machen. So wie ein Bild oft mehr als 1.000 Worte sagt, können Sie mit einem Kurzfilm komplexe Sachverhalte – im wahrsten Sinne des Wortes – anschaulich auf den Punkt bringen und neben sachlichen Aspekten auch Emotionen wie Sympathie, Vertrauen und Freude vermitteln. Daher auch der Begriff eMotion Marketing: die Kombination von Bewegtbild und Emotion.

Für Kanzleien passt der Begriff „unterhaltsame Wissensvermittlung“ vermutlich besser. Denn unabhängig von Inhalt und Zielgruppe, werden Videos nur gesehen, gelikt und geteilt, wenn sie ansprechend gestaltet sind.

Und das ist auch gleich der Vorteil von Internet-Videos:

Gut gemacht, werten Sie Ihre Webseite und Social-Media-Kanäle auf. Mit geschickter Suchmaschinenoptimierung und Verbreitung in Netzwerk-Plattformen wie Facebook und XING können Sie eine hohe Reichweite erzielen – dazu mehr in einem der nächsten Beiträge.

Was zeichnet ein gelungenes Video aus?

Je nach Einsatzzweck und Zielgruppe kommen unterschiedliche Überlegungen zum Tragen. Im Folgenden zeige ich dies für drei zentrale Einsatzgebiete auf. Grundsätzlich jedoch sollte sich die Länge eines Videos im Rahmen von 1 bis 3 Minuten bewegen. Mehr als 1 Minute, da Google kürzere Videos bei der Ergebnisplatzierung schlechter bewertet. Die Dauer des Videos hat auch einen Einfluss darauf, ob und wie lange ein Video betrachtet wird. Von einem Video, das 30 Sekunden dauert, werden im Schnitt 85% angeschaut, bei einem 2-minütigen Video nur noch 50%.

Die drei Einsatzgebiete für Steuerberater

1. Imagevideo – brechen Sie mit Branchenklischees

Mit Hilfe eines Image- oder Kanzleivideos geben Sie potentiellen Mandanten die Gelegenheit, die Menschen hinter den Kulissen kennen zu lernen und sich einen Eindruck von Büro und Zusammenarbeit zu verschaffen.

Der klassische Kanzleirundgang mit Hände schütteln, Besprechungssituation, telefonierendem Mitarbeiter am Schreibtisch mag zwar naheliegend sein, weist allerdings keinerlei Unterhaltungswert auf. Ganz im Gegenteil präsentieren Sie sich so gemäß dem branchenüblichen Vorurteil: Steuerberatung ist langweilig.

Überlegen Sie, welche Geschichte Sie erzählen können. Sind Sie ein sportlicher Typ? Dann zeigen Sie sich beim Stadtlauf mit Kanzleishirts. Sie haben einen Hund? Dann lassen Sie den Hund durch die Büroräume schnüffeln und aus seiner Perspektive die Kanzlei zeigen. Oder besuchen Sie Ihre Mandanten vor Ort und interviewen Sie sie, warum sie bei Ihnen Mandant sind. Referenzen – auch in Videoform – sind übrigens ein sehr starkes Empfehlungsinstrument.

Drei Beispiele:

  • Lemkens & Lemkens – Ballübergabe (u.a. mit Reiner Calmund)

 

  • Schröder & Partner – ein bisschen länger, aber es lohnt bis zum Schluss dranzubleiben

 

  • WMS Treuhand – Ilja Richter spielt einen durchgeknallten Filmemacher

 

2. Informations- und Erklärvideos – Wissen auf den Punkt gebracht

Mit Hilfe von Videos Wissen zu vermitteln ist eine gute Idee. Youtube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine weltweit und wird besonders gern für Gebrauchsanweisungen, sogenannten Tutorials aller Art genutzt. Als Kanzlei können Sie mit diesem Format die „Dauerbrenner“-Fragen aufgreifen und in Form von FAQs (Frequently Asked Questions) die Antworten zur Verfügung stellen, z.B. 1%-Regelung oder Fahrtenbuch, Bewirtungskosten, Kassenbuch. Oder Sie erklären die Vorteile der digitalen Zusammenarbeit. Anwendungsgebiete finden sich hier reichlich. Übrigens: wenn das Thema sehr umfangreich ist, portionieren Sie es besser in mehrere Teile, um die 3-Minuten-Regel einzuhalten.

Erklärvideos werden häufig in einem Zeichentrickformat erstellt, hier finden Sie eine anschauliche Übersicht der Stile: http://www.verklickern.de/stile-erklaervideo/

Wenn Sie selbst keine Zeit haben, eigene Inhalte zu entwickeln, können Sie individualisierbare Angebote für Steuerberater nutzen, z.B. http://www.taxplain.de/ von Deubner oder Steuernews und Infovideos von http://www.atikon.de/

Wirklich individuell wird es natürlich, wenn Sie persönliche Erklärvideos erstellen. Hier sind Authentizität und eine pfiffige Idee gefragt. Überlegen Sie sich vorher, welche Zielgruppe Sie damit ansprechen wollen. Licht, Maske und Filmschnitt sollten Sie einem Profi überlassen, der Aufwand ist es wert.

Drei Beispiele:

  • StB Markus Händeler, Steuerbüdchen – „Kölner Jung“, echt authentisch

 

  • CONTAX Hannover, Vincenzo der sympathische Italiener von nebenan

 

  • WBS Europas größter Rechtskanal, Rechtsanwalt Solmecke beantwortet Fragen aller Art. Der Kanal ist ein hervorragendes Anschauungsbeispiel, wie Rechtsfragen praxisnah vermittelt werden.

 

3. Mitarbeiter gewinnen

Das Thema Mitarbeitersuche über soziale Medien haben wir schon im Blogbeitrag “3 Tipps, wie Sie passende Mitarbeiter über Facebook gewinnen” behandelt. Mit einem Video können Sie – wie beim Imagevideo – potenziellen Mitarbeitern zeigen, wie der Arbeitsplatz und die künftigen Kolleginnen und Kollegen aussehen. Das hat wesentlich mehr Aussagekraft als eine Stellenbeschreibung und macht neugierig darauf, die Kanzlei tatsächlich kennen zu lernen.

Die Emotionen stehen hier ganz besonders im Vordergrund, denn Mitarbeiter fragen sich vorher: werde ich mich dort wohlfühlen, Spaß haben, wie sieht mein Arbeitsplatz konkret aus?

3 Beispiele:

  • StB Edelmann, Frankfurt – Mitarbeiter erzählen warum sie gern ins Büro kommen

 

  • Best Audit, Berlin – in Form eines Poetry Slams

 

  • Oellermann & Krappe, Kiel – Lockerer junger Chef sucht Unterstützung

 

Videos haben einen hohen Aufmerksamkeitswert und werden eher gesehen als Texte gelesen. Ergänzen Sie Ihren Web- und Social-Media Auftritt multimedial und treffen Sie bei Ihrer Zielgruppe ins Herz.

 

 

 

 

 

 

 


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