3 Tipps, wie Sie passende Mitarbeiter über Facebook gewinnen

3 Tipps, wie Sie passende Mitarbeiter über Facebook gewinnen

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Viele Kanzleien haben inzwischen diese Erfahrung gemacht: Mit Printanzeigen lockt man heute keinen neuen Mitarbeiter mehr hinter dem Ofen hervor. Und auch die Stellenanzeige auf Online-Jobbörsen hat einen Haken: Sie konkurriert mit zahlreichen anderen Stellenangeboten von Kanzleien um die aktiv suchenden Mitarbeiter.

Wie finden Sie also heute und in Zukunft neue Mitarbeiter?

Im Beitrag „Talentfänger Internet“ haben Sie dazu bereits Anregungen für Ihre Kanzleiwebseite erhalten.

Aber auch Facebook ist ein hervorragendes Medium, um eine Kanzlei attraktiv für potenzielle Mitarbeiter zu präsentieren und auf Stellenangebote aufmerksam zu machen. Facebook ist das reichweitenstärkste Medium mit über 30 Millionen Nutzern in Deutschland, von denen 23 Millionen täglich aktiv sind. Im Vergleich dazu liegt die Gesamtauflagenzahl aller Tageszeitungen in Deutschland bei unter 15 Millionen Lesern.

Wie finden Sie jetzt über Facebook die Zielgruppe Mitarbeiter? Diese 3 Tipps helfen Ihnen dabei.

1. Die mitarbeiterorientierte Facebook-Seite

Bei Facebook dreht sich alles um Posten, Liken und Teilen. Dazu finden Sie ebenfalls bereits einen Beitrag mit einigen erste Anregungen.

Speziell für das Mitarbeitermarketing gilt es, konkrete Inhalte zu posten, die

  • einerseits aus Sicht potenzieller Mitarbeiter einen positiven Einblick in die Kanzlei gewähren und
  • andererseits auch von den eigenen Mitarbeitern gern in ihren jeweiligen Facebook-Kreisen geteilt werden.

Ihre Mitarbeiter, aber auch Mandanten und Bekannte werden so zu Botschaftern Ihrer Kanzlei.

Auf der Facebook-Seite Ihrer Kanzlei können Sie sehen, wie viele Menschen Ihr Beitrag erreicht hat. In Kombination mit der Anzahl der Likes und der Häufigkeit des Teilens erkennen Sie, welche Beiträge gut ankommen.

Am besten setzen Sie sich mit Ihren Mitarbeitern zusammen und erstellen eine Liste möglicher Beitragsarten, die andere Mitarbeiter interessieren könnten, beispielsweise

  • Szenen aus der Kanzlei – zeigen Sie doch die Kaffeeecke oder den „Schreibtisch der Woche“
  • Fortbildung – welcher Mitarbeiter hat welches Seminar besucht? Gemeinsames e-Learning
  • Prüfung – wer befindet sich gerade im Prüfungsverfahren, wer hat bestanden?
  • „Hoch die Tassen“ – Gründe zum Feiern wie Jubiläum, Geburtstag, Hochzeit, Geburt
  • Nettolohn-Bonbons aller Art, die Sie Ihren Mitarbeitern gewähren
  • Mitarbeiter und ihre Hobbies – regelmäßig berichtet ein Mitarbeiter darüber, was er in seiner Freizeit macht
  • Eindrücke eines Azubis von den ersten Tagen, Wochen, Monaten

Bilder sagen dabei mehr als tausend Worte. Machen Sie passende Fotos mit einem entsprechenden kurzen Kommentar. Mitarbeiter wollen wissen, wie künftige Kolleginnen und Kollegen aussehen und wie das Miteinander gestaltet wird. Der Blumenstrauß zur bestandenen Prüfung zeigt dabei mehr über das gute Betriebsklima als eine blumig formulierte Kanzleiphilosophie auf der Webseite.

2. Nutzen Sie Facebook-Anzeigen

Wenn Sie eine offene Stelle haben, sollten Sie diese Anzeige natürlich auf Ihrer Facebook-Seite posten und alle darum bitten, diese zu teilen. Aber hier haben Sie wenig Sicherheit, ob Ihre Stellenangebot auch die “richtigen Adressaten” erreicht.

Mit Facebook-Anzeigen allerdings können Sie die Zielgruppe über Selektionskriterien sehr genau definieren, z.B. nach Alter, Region, Beruf und Interessen.

Die von Ihnen geschaltete Anzeige wird dann innerhalb eines von Ihnen vorgegebenen Zeitraums und Budgets bei dieser Personengruppe in der persönlichen Facebook-Chronik angezeigt.

Eine Selektion in den Werbeanzeigen in Facebook auf die Berufsangabe „Steuerfachangestellte“ liefert übrigens etwa 6.300 Personen (Stand Oktober 2017).

Mit der Anzeige können Sie dann entweder auf Ihre Facebook-Seite aufmerksam machen oder direkt auf Ihre Webseite leiten, um dort ausführliche Informationen zur Stelle bereit zu stellen. Die Details zur Vorgehensweise finden Sie direkt bei der Facebook-Hilfe für Unternehmen.

3. Gruppen

Sind Ihre Mitarbeiter auf Facebook aktiv? Dann haben sie möglicherweise Spaß daran, sich in Gruppen zu engagieren und mit anderen Steuerfachleuten zu diskutieren und Kolleginnen und Kollegen kennen zu lernen.

In diesen Gruppen werden immer wieder einmal Anfragen von Mitarbeitern gestellt, die sich nach einem neuen Arbeitgeber umschauen. Und natürlich können Sie eigene offene Stellen hier auch posten. Persönlich empfinde ich es allerdings an manchen Stellen unpassend, wenn sich Chefs in diesen Gruppen an den Diskussionen beteiligen und versuchen, die Werbetrommel für die eigene Kanzlei zu rühren. Das kann bei Mitarbeitern durchaus auch negativ aufstoßen. Deshalb wie gesagt der Tipp, das den eigenen Mitarbeitern zu überlassen.

Schaut man sich einmal in den Interessensgruppen um, finden sich hier mehrere Tausend Steuerfachangestellte, Bilanzbuchhalter, Fachwirte, die aktiv zu steuerlichen Themen diskutieren, beispielsweise

  • Steuerfachwirte, über 500 Mitglieder
  • Jobs & News Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, über 1.000 Mitgliedern
  • Steuerfachleute – Jobportal, über 2.000 Mitglieder
  • Steuerfachangestellte, -wirte, Bilanzbuchhalter, BA´s (Steuer) – über 8.000 Mitglieder

Sie sehen: Der zielgerichtete Einsatz von Facebook und seinen Angeboten bildet einen wertvollen Ausgangspunkt, um sich bei potenziellen Mitarbeitern wirksam ins rechte Licht zu rücken.


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