Internet heißt kostenlos – und so nutzen Sie das für Ihre Beratung!

Internet heißt kostenlos – und so nutzen Sie das für Ihre Beratung!

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Aktuell setzen viele Kanzleien darauf, über kostenlose Informationen auf der Homepage auf Ihre Leistungen aufmerksam zu machen. Aber gehen Sie einen Schritt weiter – und setzen Sie mit einem „Freemium-Angebot” direkt bei der Beratung an!

Der Ausgangspunkt: Das „Freemium-Angebot“

„Freemium“ setzt sich aus den beiden Begriffen „Free“ und „Premium“ zusammen. Die Idee ist, Ihre potenziellen Mandanten mental in ihrer „Kostenlos“-Welt abzuholen – um sie hierüber in die kostenpflichtige Beratung zu ziehen.

Auf diese Weise können

  • potentielle Beratungskunden davon überzeugt werden, dass die weiteren Beratungsleistungen auch ihr Geld wert sind und
  • sogar „Beratungsbedürftige“ an das Angebot herangeführt werden , die ihre eigene Bedürftigkeit evtl. noch gar nicht erkannt haben.
Beratung Freemium-Angebot
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In 5 Schritten zum Freemium-Angebot

Schritt 1: Identifizieren Sie eine geeignete Beratungsleistung

Suchen Sie sich einen Leistungsbaustein aus Ihrem Beratungsspektrum heraus, in dem Sie die Problemdarstellung des Kunden für automatisier- und standardisierbar halten. Das werden zu Beginn gut strukturierbare Beratungsfragen sein, wie z.B. die Wahl der geeigneten Rechtsform für eine neu zu gründende Tochtergesellschaft.

Schritt 2: Definieren Sie, welche Lösungsansätze Sie kostenlos bieten können

Vielleicht werden Sie hier sagen: „Aber so eine Frage nach der Rechtsform kann man doch gar nicht pauschal beantworten“. Aber zunächst geht es (nur) darum, den Interessenten mit einem Grundwissen bzw. einer grundlegenden Einschätzung zu versorgen! Dieses sollte dem Interessenten einerseits hinreichend qualifizierte Antworten liefern, und ihm andererseits aufzeigen, dass Ihre weiterführende Beratung sinnvoll oder sogar erforderlich ist.

Schritt 3: Erstellen Sie ein Tool für Ihre Homepage-Besucher

Dieser Schritt ist entscheidend – denn genau hierdurch können Sie Ihre Beratungskompetenz bereits unter Beweis stellen und gezielt in die Akquisition eines Beratungsauftrages einsteigen.

Dies kann z. B. ein hochwertiges Excel-Tool sein oder ein Online-Tool, dass Sie für die Einholung der Daten bereitstellen.

Die Auswertung selbst können Sie dann in einem eigenen Excel-Tool erstellen.

Schritt 4: Die Auswertung für den Interessenten

Erstellen Sie die Auswertung und senden Sie diese an den Nutzer Ihres Tools. Und kommentieren Sie diese ggf. bereits als „echter“ Berater. Diese Leistung erhält der Interessent dann zwar tatsächlich geschenkt – aber sie vermittelt bereits jetzt einen Eindruck des Mehrwertes Ihrer weiteren Beratungsleistung!

Schritt 5: Verankern Sie ein persönliches Gespräch

Aufgrund der bis hierher erhaltenen Daten sind Sie  nun in der Lage, auch ein fundiertes Gespräch mit dem Interessenten zu führen und hier auch gleich eine Bedarfsanalyse für eine weitergehende Beratung einzuflechten. Wenn beide Seiten erkennen, dass eine Zusammenarbeit von Nutzen sein könnte, dann wird ein persönlicher Termin vereinbart.

Gerade die Internet-affinen jüngeren Generation kann mit einem solchen Freemium-Angebot wahrscheinlich sehr gut abgeholt werden.  Aber es wird auch jene geben, die ein solches Angebot nicht nutzen, da ihre Informationswege noch andere sind. Insofern gilt wie überall: Kein Modell ist für jeden geeignet, probieren sollte man es dennoch!

 


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2 Responses

    1. Edmund Cramer

      Vielen Dank für Ihr Interesse an dem Artikel.

      Es kommt auf die jeweiligen Bedürfnisse an. Oftmals genügt ein Freemium-Modell. Die Kunden, die weiteren Support benötigen oder eine umfangreichere Leistung, greifen jedoch gerne zur Bezahl-Form. Wenn Sie interessiert sind sich zu dem Thema mit mir auszutauschen, stehe ich gerne zur Verfügung.

      Beste Grüße
      Edmund Cramer

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