In die "Digitale Transformation" einsteigen: Beispiel HSP GRUPPE

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Die Diskussion um die “digitale Transformation” hat inzwischen auch die Steuerberaterbranche umfänglich erreicht – es gibt kaum eine berufliche Veranstaltung, bei der dieses Thema nicht behandelt wird. Und es dürfte inzwischen unstreitig sein, dass die Steuerberaterbranche vor einer tiefgreifenden Veränderung ihres Geschäftsmodells steht. Daraus ergeben sich für die Kanzleien, die sich auf die aktive Begleitung ihrer Mandanten bei deren digitaler Transformation einlassen, hervorragende Entwicklungs- und Wachstumschancen. Demgegenüber werden diejenigen, die” digitale Transformation” gedanklich und praktisch auf die Umsetzung der technischen Mindesterfordernisse innerhalb der Kanzlei beschränken, zu den Verlierern der künftigen Entwicklung zählen.

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Es wird also viel Handlungsbedarf aufgezeigt, aber wo sind Lösungsansätze zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen und wie können diese konkret in das Alltagshandeln übersetzt werden?

Die Kanzlei als Haus betrachten…. 

Wenn ein Haus generalsaniert wird, werden nicht nur die Tapeten erneuert, sondern man wird auch das Fundament und das Dach einer gründlichen Prüfung unterziehen und erforderliche Sanierungsmaßnahmen ergreifen.

Das Dach – um in diesem Bild zu bleiben – kann gleichgesetzt werden mit dem Leitbild einer Kanzlei und den daraus abgeleiteten Plänen und Umsetzungsmaßnahmen zur strategischen Entwicklung. Ein solcher strategischer Plan könnte beispielsweise darin bestehen, die Mandantenstruktur konsequent auf digital affine Mandanten und Geschäftsmodelle umzustellen.

Und das Fundament?

Dieses kann gleichgesetzt werden mit den Führungsprozessen einer Kanzlei; welche – wie das Fundament eines Hauses auch – die tragende Grundlage für alle Aktivitäten und aufbauenden Lasten bilden.

Ein Fundament, welches aus nicht aufeinander abgestimmten und nicht fest miteinander verbundenen Einzelplatten besteht, kann nicht tragfähig sein. Gleiches gilt für die Führungsprozesse eines Unternehmens – also auch einer Steuerkanzlei. Bruchstückhafte und in ihrer Gesamtheit unvollständige Führungsprozesse können keine solide Grundlage für eine erfolgreiche Kanzleientwicklung sein – in den oben angesprochenen disruptiven Zeiten mit der Notwendigkeit einer aktiven Weiterentwicklung des eigenen Geschäftsmodells gilt dies umso mehr.

Ausgangspunkt Qualitätsmanagement

Steuerkanzleien haben in unterschiedlicher Intensität Erfahrungen gesammelt mit der Strukturierung und Dokumentation der jeweiligen Leistungsprozesse – beispielsweise im Rahmen der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems. Die Herausforderungen der digitalen Transformation bilden einen guten Anlass, über weitergehende Strukturierungen nachzudenken, dies inhaltlich zu füllen und umzusetzen.

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Hierzu bietet das EFQM-Managementmodell eine stabile und umsetzungsorientierte Grundlage. Innerhalb dieses Modells sind die Führungsprozesse und vor allem deren unmittelbarer Bezug zum Führungshandeln mit Außenwirkung im geschäftlichen Umfeld angelegt. Ein weiterer Grundgedanke dieses Managementmodells ist die konsequente Zuordnung von Kennzahlen und Messgrößen zu den einzelnen Führungsprozessen, um diese auch hinsichtlich ihrer Effizienz und ständigen Qualitätsverbesserung abzubilden.

Innerhalb der HSP GRUPPE gibt es inzwischen mit der Einführung des EFQM-Modells für Steuerkanzleien erste praktische Umsetzungserfahrungen, zu denen in diesem Forum an späterer Stelle weiter berichtet wird.


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