umfrage #2 – Digitalisierung im Wettbewerb (Kurzauswertung)

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Umfrageergebnisse

Haben Steuerberater die Digitalisierung als Wettbewerbsfaktor erkannt? Diese Frage beschäftigt uns in der digital I steuern umfrage #2, deren Ergebnisse wir Ihnen nun vorstellen. Natürlich möchten wir uns an dieser Stelle auch wieder bei den Steuerberatern/innen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, um ihre Erfahrungen sowie ihr Wissen mit uns zu teilen.

Digitalisierungsdruck ist nur für die Hälfte ein Thema

„Fifty-Fifty“ – so könnte man das Ergebnis kurz umreißen.

Befragt nach der Betroffenheit gaben 46 Prozent der Teilnehmer an, dass sie sich grundsätzlich von der Digitalisierung sehr stark betroffen fühlen. Die weiteren Angaben mit 23 Prozent stark und restlichen 31 Prozent mäßig bis kaum zeigen jedoch wieder deutlich auf, dass das Verständnis für die digitale Transformation und für die Chancen sowie Risiken noch geschärft werden muss.

Eine ähnliche Verteilung kann auch in der Beantwortung der nächsten Frage beobachtet werden. Erstaunlicherweise verspüren nur gut 50 Prozent auch einen Digitalisierungsdruck auf Seiten der Mandanten. Demnach wird das voran gestellt Ergebnis der Betroffenheit bestätigt und es liegt nahe, dass diejenigen, die überhaupt keinen Druck verspüren „alte“ Kunden haben und drohen, mit ihnen alt zu werden.

Keine überraschenden Ergebnisse liefert die Abfrage nach möglichen Faktoren für Veränderungen. Vor allem im Bereich der Finanzbuchhaltung und digitalen Belegverarbeitung werden diese wahrgenommen. Auch die digitale Kassenführung und Rechnungsstellung werden als Ansatzpunkte für Digitalisierung hervorgehoben. Das ist jedoch nur die Spitze des Digitalisierungs-Eisbergs. Doch wo anfangen und was gibt es noch darüber hinaus?

„Dabei geht es gar nicht darum, sich auf irgendeine neue Sau zu setzen, nur weil die gerade durchs Dorf getrieben wird. ‚Wenn Digitalisierung ohne Bezug zum Unternehmen und zum Markt daherkommt, macht sie schlichtweg keinen Sinn’…. Ein Unternehmen wird nicht allein dadurch erfolgreicher, dass es auf Teufel komm raus Prozesse digitalisiert: ‚Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiß-digitalen Prozess’, so Thorsten Dirks von Telefonica Deutschland …“

Die Erkenntnis, dass über digitales Belegmanagement hinaus noch weitere Themen zum Digitalisierungskomplex angetrieben werden müssen, muss wachsen. Ein Antwortender konstatiert, dass die Mandanten immer mehr Digitalisierung fordern, ein weiterer, dass papierlose Workflows auch dem Mandanten Entlastung bringen. E-Commerce z.B. ist natürlich stark auf digitale, automatisierte Prozesse angewiesen. Wer Webshop-Betreiber als Mandanten hat, sollte diesen passende, digitale Serviceangebote machen.

Chancen der Digitalisierung für die Mandantenbeziehung

Gut 50 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass die Digitalisierung Einfluss auf die Beziehungen zwischen ihnen und den Mandanten nehmen wird. Knapp ein Drittel hat zu dieser Frage keine Meinung, acht Prozent denken, dass die Digitalisierung hierauf keinen Einfluss hat. Offenbar ist ein Großteil der Steuerberater auf Buchhaltungsthemen fokussiert. Es herrscht noch viel Informationsbedarf darüber, wie man Mandanten online besser betreuen, ansprechen, begeistern und akquirieren kann. Dementsprechend sehen auch nur rund die Hälfte der Teilnehmer in der Digitalisierung eine Chance für bessere Kommunikation, mehr Akquise-Erfolg und Netzwerk-Ausbau. Andererseits erhoffen sich 75 Prozent von der Digitalisierung eine Verbesserung des Service-Angebots und 83 Prozent eine Erweiterung der Beratungsleistungen. Dies passt zu dem Befund, dass gleichzeitig 75 Prozent eine Effizienzsteigerung ihrer Prozesse erwarten. Wenn die Prozesse digital effizienter abgewickelt werden können, dann bleibt mehr Zeit für Beratung und Service. Eine Kostenreduzierung im Eigenmarketing erwarten nur ein Drittel der Antwortenden, während ein weiteres Drittel keine Meinung dazu hat und das letzte Drittel keine Effekte erwartet. Dabei ist eine Anzeige wesentlich teurer und erreicht weniger Leser als ein Blogbeitrag.

Fazit

Ein großer Teil der Steuerberater benötigt noch mehr Informationen und Know-how, um das Potenzial der Digitalisierung optimal einzusetzen. Viele reduzieren die Chancen der Digitalisierung auf Fibu und papierlose Belegprozesse. Mehr Reichweite, neue Service-Angebote und bessere Positionierung im Wettbewerb – diese Möglichkeiten rücken erst allmählich ins Bewusstsein.
In dieser Hinsicht kann digital | steuern unterstützen, sich selbst zu verorten und für sich mögliche Handlungsfelder auszumachen. Wir geben Ihnen konkrete und praxisnahe Informationen, Instrumente und Inspirationen, um mit der Digitalisierung zu wachsen.

Möchten Sie ausführliche Ergebnisauswertung erhalten? Dann nehmen Sie doch einfach an der nächsten digital | steuern umfrage teil und mit einer kurzen E-Mail von Ihnen im Anschluss senden wir Ihnen gerne die ausführliche Ergebnisauswertung zu.


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