Vereinbare Tätigkeiten - Nutzen für Mandanten und Steuerberater

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Vereinbar mit dem Beruf des Steuerberaters sind die betriebswirtschaftliche Beratung, die Vermögensberatung und die Vorsorgeberatung usw., somit schlichtweg die ganz­heitliche Beratung. Die vereinbaren Tätigkeiten (§ 57 (3) StBerG) haben im Verhältnis zum durchschnittlichen Gesamtumsatz einer Kanzlei eine i. d. R. vollkommen untergeordnete Bedeutung, da dieses Geschäftsfeld bisher sehr stiefmütterlich behandelt wurde. Es gilt also, diesen Bereich auszubauen und Beratungsprodukte für die Mandanten zu entwickeln und zu definieren sowie zu vermarkten.

Bekannt ist das spätestens seit 2004 aus dem Heilberufebereich (die Geburtsstunde der sog. IGeL-Leistung), also Leistungen am Patienten, die der Patient selbst bezahlt und dem Mediziner eine Einnahmequelle verschafft, um die sinkenden Einnahmen aus öffentlich/rechtlichen Systemen (Kassenärztliche Vereinigung, Kassenzahnärztliche Vereinigung und Krankenkassen etc.) zu kompensieren. Man könnte es für die Steuerberater IBEL (Individuelle Beratungseinzelleistungen) nennen.

Es gilt also, den Beratungsbedarf des Mandanten zu erkennen und ihm die Notwendigkeit der Beratung in seinem konkreten Fall plausibel und nachvollziehbar sowie den Mehrwert der Beratung für ihn transparent zu machen.

In der Weiterentwicklung dessen müssen den Mandanten immer wieder neue Beratungsmöglichkeiten aufgezeigt und ihnen ihre unbewussten Bedarfe bewusst gemacht werden.

Um die Beratungsleistungen erfolgreich „an den Mandanten“ zu bringen, sollte eine permanente Kommunikation mit dem Mandanten stattfinden und in der Kanzlei ein professionelles Kundenbeziehungsmanagement gepflegt werden.

Daraus ergibt sich auch die Notwendigkeit, neue Erfolgspotenziale und Kernkompetenzen aufzubauen bevor die bisherigen ausgeschöpft sind.

Der Mandant und potenzielle Neumandanten müssen auf die Beratungsleistungen – neben den steuerlichen – des Steuerberaters aufmerksam werden bzw. gemacht werden. Wir Steuerberater müssen also lernen unsere Leistungen zu „verkaufen“, sagen wir lieber zu vermarkten und eine Marketingstrategie entwickeln.

In folgenden Artikeln in dieser Rubrik werden die möglichen Beratungsleitungen zu den vereinbaren Tätigkeiten aufgezeigt und Empfehlungen zur Umsetzung gegeben. Die Serie beginnt mit dem Thema „Probe sterben “ – Erbgestaltung und vorweggenommene Erbfolge.


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